Infrarotfotografie Ausrüstung

Filterempfehlungen und andere Tipps

Bevor wir überhaupt loslegen können…

Ist meine Kamera für die Infrarotfotografie geeignet?

Wir brauchen eine stinknormale Fernbedienung und unsere Kamera. Alles was wir fotografieren wollen ist die Infrarot-LED. Wir positionieren Kamera und Fernbedienung gegenüber in einem nicht zu hellen Umfeld.

Die Kamera wird in den manuellen Modus geschaltet und eine Belichtungszeit von ca. 1 Sekunde gewählt. Jetzt drücken wir flugs die Lieblingstaste auf der Fernbedienung und machen ein Foto.

So soll es aussehen!

Alles klar, die Kamera passt und wir haben die erste Hürde auf dem steinigen Weg zur IR Fotografie genommen. Wir benutzen eine Nikon D70 für die IR Aufnahmen, diese ist ziemlich gut geeignet.

Tipp: Lieber länger belichten, als zu kurz. Das heißt, die Hintergrundbeleuchtung dimmen!

Infrarot – Fotografie: Die Ausrüstung

Ich benutze den Hoya R72, ein 720nm Infrarotfilter. Dieser Filter lässt noch ein wenig sichtbares Licht durch, sodass die Aufnahmen durchaus noch ein wenig „normale“ Farben tragen. Noch dunklere Infrarotfilter wie das B+W 093 erzeugen einen noch kräftigeren IR-Effekt, allerdings ist das Endergebnis dann  zwingend schwarz-weiß. Von B+W gibt es zusätzlich das IR-Filter 092 mit nur 695nm. Dieses Filter lässt noch mehr sichtbares Licht durch als das Hoya R72 und eignet sich daher besonders für Infrarot-Fotografie mit „Restlicht“. Eine Spezialität der B+W-IR-Filter ist die spezielle MRC-IR-Vergütung. Eine gute Anlaufstelle für B+W Filter ist fotologisch.com.

Sonnenblende und Stativ runden die Ausrüstung ab. Bitte auch Versuche mit verschiedenen Objektiven durchführen, bedingt durch Vergütungen sind nicht alle Objektive IR geeignet. Wir verwenden das Nikon AFS DX 18-70mm 3,5-4,5 G-ED. Ungeeignete Objektive erkennt man daran, das die Bildmitte deutlich mehr belichtet wird, der sogenannte IR-Hotspot.

IR Filter

Unerlässlich: Das IR Filter. Je höher die angegebene Wellenlänge, desto stärker ist der IR Effekt (695 leichter Effekt, 830 starker Effekt).

Foto: © sommerfeld-net.de

Sonnenblende

Mein Hoya IR720 neigt zu starken Reflexionen und daher kann ich den Einsatz einer Sonnenblende nur empfehlen!

Foto: © sommerfeld-net.de

Stativ

Bei Belichtungszeiten jenseits der Sekundengrenze ist der Einsatz eines Stativs Pflicht.

Infrarot-Fotografie: Die erste Aufnahme

Im folgenden Artikel befassen wir uns mit Tipps und Tricks zur Aufnahme. Selbst ausprobiert! Denn: IR Fotografie ist ein weites Feld. Fotos wirken in „Infrarot“ anders als in „Natur“. Super Anregungen findet man z.B. hier: Infrarotbilder von Simon Marsden (er hat Infrarotfilm benutzt) über englische Spukschlösser. Eine wahrhaft fantastische Bildreihe!

sommerfeld-net.de

Private Website über Natur, Fotografie und Retinopathia centralis serosa.