Infrarotfotografie Aufnahme

Die erste Aufnahme

Infrarot – Fotografie: Ein anderes Sehen

Untenstehendes Foto entstand bei warmen Sommerwetter. Die Sonne sollte nicht senkrecht stehen, sondern durch die Blätter der Bäume fluten. Zirren oder Haufenwolken sind ideal. Es lohnt sich (falls möglich), mit dem Kamerastandort zu experimentieren. Das Blau des Himmels ist je nach Blickrichtung ziemlich unterschiedlich! Da alles Chlorophyll-haltige weiß abgebildet wird (Weißabgleich!!) benötigen wir Gegenkontraste.

Beton, Straßen, Parkanlagen und Wasser sind sehr geeignet. Wer ein Spukschloss sein eigen nennt, oder eins kennt darf getrost hier seine ersten Schritte wagen. Sir Simon Masden wird stolz auf dich sein!

Havel bei Bredereiche © Volker Sommerfeld

Weißabgleich

Ganz wichtig ist der Weißabgleich, um ein ansprechendes Ergebnis zu erhalten. Das gilt ganz besonders für den Fall, dass wir nicht RAW fotografieren (Beachte: Lightroom oder Photoshop konnten bei mir den Abgleich nicht nachträglich durchführen), sondern JPEG.

Mit der Automatik kommen wir hier nicht weiter, es sei denn, wir wollen knallrote Bilder unser Eigen nennen. TIPP! Verwenden Sie Sorgfalt auf den Weißabgleich. Je genauer der Weißabgleich sitzt, desto weniger Nacharbeit ergibt sich später. Ein blauer Himmel beim Farbinfrarot geht nur mit passendem Weißabgleich!

Gute Kameras (wie z.B. Nikon D70) bieten die Möglichkeit an, den Weißpunkt durch das Messen des vorherrschenden Lichtes einzustellen. Und genau dass sollten wir tun. Ich bevorzuge die grüne Wiese. Wichtig ist, beim Abgleich mindestens 1-2 Sekunden zu belichten, da wir auch unsere Aufnahmen später so lange belichten werden. Belichten wir beim Einmessen zu kurz, können wir später einen Farbstich haben.

Die richtige Belichtung

Kleiner Tipp: Die Einstellung des Bildausschnitts erledigen wir ohne Infrarotfilter. Wir sehen nämlich mit Filter fast nichts oder gar nichts im Sucher. Und ganz wichtig: Wir sollten unbedingt eine Belichtungsreihe machen (ob per Bracketing oder von Hand spielt keine Rolle)!

Ich benutze oft Blende 7.1 oder kleiner (bis 16) und beginne mit einer Belichtungszeit von 1 Sekunde. Man kann ziemlich genau am Monitorbild und am Histogramm erkennen, ob die Aufnahme richtig belichtet wurde. Viele Kameras bieten das berühmte Blinken überbelichteter Bereiche an. Die Kontrolle des Histogramms ist ebenso von Vorteil: Kein Klipping zulassen! Das untenstehende Bild wurde 1,3 Sekunden bei Blende 7,1 und ISO200 belichtet.

Mellensee bei Lychen. © Volker Sommerfeld

Infrarot-Fotografie: Nachbearbeitung

Unsere Aufnahmen sind im Kasten und mit Vobiko (wehe nicht!) auf den heimischen Rechner geladen. Jetzt geht es um die Nachbearbeitung. Und die muss sein. Das folgende Beispiel kann jeder leicht nachvollziehen.

sommerfeld-net.de

Private Website über Natur, Fotografie und Retinopathia centralis serosa.