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Retinopathia centralis serosa - Was ist das?

RCS - Retinopathia centralis serosa: Was ist das?

Im Oktober 2003 ging es mit RCS (Retinopathia centralis serosa) los: Zuerst dachte ich, meine Brille hat einen Kratzer. Aber hatte sie nicht. Bei einem Auge fingen gerade Linien an, sich durchzubiegen.

Was war geschehen? Ein Marathon vom Augenarzt über Spezialisten bis hin zur Uni-Klinik Heidelberg brachten nur Ratlosigkeit zu Tage. Man vermutete RCS, konnte es aber nicht belegen, da die betroffene Netzhautstelle für RCS außergewöhnlich spitz angeschwollen war.

Nach 3 Monaten ein erneuter RCS-Anfall mit einer Abhebung des retinalen Segmentepithels. Da war die Diagnose klar. Nach 4 Monaten erneuter RCS Schub. Partielle spontane Heilung 1,5 Monate später, im Heilungsbereich 2 Monate erneuter (aber zum Glück kleinerer) Schub. Nach 14 Monaten schließt sich endlich das Leck. Ein blinder Bereich knapp unterhalb des Sehzentrums bleibt. Die Zellen für das Hellsehen sind tot, die Erneuerung dieses Bereiches dauert auch nach Jahren noch an. Konstante Verbesserungen.

Beim Blinzeln macht sich eine akute RCS im Anfangsstadium so bemerkbar: RCS-Film (Danke an Martin Imhof )

So macht sich RCS - Retinopathia centralis serosa bemerkbar

RCS Illustration 1

Stand zwischen Oktober 2003 und Juni 2004.

Verzerrungen links unterhalb des Sehzentrums (Fokuspunkt) durch Ansammlung von Wasser unter der Netzhaut. Lesen ist zu diesem Zeitpunkt mit diesem Auge unmöglich.

Die Sehschärfe liegt bei 0,8 (80%).

RCS Illustration 2

Stand Ende Juni 2004 nach drei aufeinander folgenden Schüben.

Das Wasser hat das retinale Pigmentepithel durchbrochen und die neurosensorische Netzhaut angehoben, mit anderen Worten, die Verbindung mit den Sehzapfen und der Sehnerven ist gestört.

Die Sehschärfe liegt bei 0,3.

RCS Illustration 3

Stand Ende August 2004. Rückgang der zentralen Abschattung, aber nicht im Fokusbereich.

Starke Beeinträchtigung auf diesem Auge. Gesichter erkennen, lesen und fern sehen mit diesem Auge ist nicht möglich. Das räumliche Sehen allerdings ist nach wie vor gut. Sehschärfe liegt bei 0,6.

RCS Illustration 4

Stand Ende September 2004. Weiterer Rückgang der Abschattung. Ein Fleck knapp an der Grenze zur Sehgrube hält sich hartnäckig. Es scheint, dass hier die Netzhaut stark geschädigt wurde. Hoffen auf die Zeit. Lesen wird langsam möglich.

Alles noch sehr klein und zittrig. Die Sehschärfe macht Fortschritte: 0,7.

RCS Illustration 5

Stand Oktober 2004. Ein blinder Fleck ist geblieben.

Im Fleck herrscht Leere. Wenn ich jemandem in die Augen blicke, so hat dieser jemand keinen Mund. Keine Verzerrungen mehr. Das Wasser scheint abgeflossen zu sein. Sehschärfe liegt wieder bei 0,8.

RCS Illustration 6

März 2006: Der blinde Fleck hellt sich auf. Auch die Corona (Nebel) um helle Lichtquellen in der Nacht ist besser geworden.

Eines muss man trotzdem feststellen: Im ehemals blinden Fleck herrscht Vernarbung. Und diese bedingt die Sehstörungen, die allerdings kaum ins Gewicht fallen. Lesen, fernsehgucken und Auto fahren ist kein Thema. Wenn es mein ganzes Leben so bleibt, bin ich zufrieden. Kein Vergleich zur akuten Phase.